Frühe Jahre
Beginn der Praxis
Geboren 1976, begann meine Faszination für Kampfsport schon früh durch Film
und Fernsehen. Die Bilder von Disziplin, Bewegung und Stärke hinterließen
Eindruck und führten dazu, dass ich bereits im Alter von sieben Jahren mit
dem eigenen Training begann.
Meine erste Station war die Kindergruppe eines Judo-Sportvereins. Dort traf
die Vorstellung aus den Filmen auf die Realität. Klare Abläufe, Regeln und
erste Wettkämpfe gehörten dazu. Gerade die Niederlagen waren prägend, auch
wenn sie nicht immer leicht waren.
Mit zwölf Jahren wechselte ich zum Tae Kwon Do. Diese Form der Kampfkunst
entsprach deutlich mehr dem, was ich suchte. Einige Jahre später, mit
sechzehn, fand ich schließlich im Kickboxen das, wonach ich die ganze Zeit
gestrebt hatte. Eine Disziplin, die für mich Kraft, Technik und Direktheit
vereinte.
Vertiefung
Jahre der Ausbildung
Die Begeisterung für das Kickboxen ist bis heute geblieben. Gleichzeitig war
mein Weg nie eindimensional. Über die Jahre hinweg kamen weitere Disziplinen
hinzu, darunter Thai-Boxen, Karate, Jiu-Jitsu, Krav Maga und Kung-Fu.
Mit etwa 21 Jahren begann ich, andere Schüler im Training zu unterstützen.
Ab dem 25. Lebensjahr leitete ich regelmäßig eigene Gruppen. Aus dem eigenen
Lernen wurde zunehmend das Weitergeben von Erfahrung.
Während meines Studiums der chinesischen Kampfkunst kam ein weiterer Aspekt
hinzu, die Auseinandersetzung mit den Lehren Buddhas und der Zen-Meditation
eröffnete mir eine neue Perspektive.
Es entstand ein Verständnis dafür, dass mentales Training und körperliche
Praxis untrennbar miteinander verbunden sind, dass Klarheit im Geist die
Qualität der Bewegung verändert und dass Entwicklung immer beide Ebenen umfasst.
Wendepunkt
Krise und Erkenntnis
Über viele Jahre hinweg setzte sich dieser Weg fort. 2012 übernahm ich eine
Co-Trainerstelle in einer Kampfsportschule und blieb aktiv im Training und
im Unterrichten.
Im Jahr 2017 kam es zu einem Einschnitt. Eine Erkrankung zwang mich dazu,
meine gewohnten Trainingsumfänge stark zu reduzieren. In Verbindung mit den
Anforderungen des Alltags und den Veränderungen, die das Leben mit sich
bringt, führte dies zu einer Phase, die von Erschöpfung und depressiven
Verstimmungen geprägt war.
In dieser Zeit wurde mir klar, dass die innere Arbeit nicht nur Ergänzung ist,
sondern Grundlage.
Ich wandte mich wieder intensiver der Meditation zu und begann, sie nicht nur
zu verstehen, sondern wirklich anzuwenden. Diese Rückbesinnung wurde zu einem
entscheidenden Wendepunkt.
Heute
Coaching
Heute ist Zen für mich nicht mehr nur ein Bestandteil meines Trainings,
sondern eine grundlegende Lebensweise.
Die Erfahrungen aus vielen Jahren Kampfkunst und persönlicher Entwicklung
fließen in meine Arbeit ein, ebenso die Erkenntnis, dass viele Menschen heute
nicht an fehlendem Wissen scheitern, sondern an Überforderung, Unruhe und
fehlender Orientierung.
Meine Arbeit richtet sich an Menschen, die sich erschöpft, getrieben oder aus
dem Gleichgewicht fühlen, die wissen, dass sich etwas ändern sollte, aber
keinen klaren Zugang finden.
Die Verbindung aus meditativer Praxis und körperlicher Arbeit eröffnet einen
Weg zurück zu mehr Wahrnehmung, Stabilität und innerer Ruhe.
Es geht nicht darum, jemand anderes zu werden, sondern wieder in Kontakt mit
sich selbst zu kommen.